Menstruationstasse - einsetzen, herausnehmen und reinigen. Schritt für Schritt

Die Menstruationstasse ist manchmal ein Produkt, das man aus Neugier kauft und nach dem ersten misslungenen Versuch wieder weglegt. Meist nicht, weil sie nicht passt - sondern weil niemand erklärt hat, wie man sie faltet, wie tief sie sitzt und was man tut, wenn sie voll ist. Dieser Ratgeber geht all diese Schritte der Reihe nach durch.

Was ist eine Menstruationstasse und wie funktioniert sie?

Die Menstruationstasse ist ein kleiner, flexibler Behälter in Glockenform, den du während der Menstruation in die Scheide einsetzt. Der Unterschied zum Tampon ist grundlegend: die Tasse sammelt das Menstruationsblut, sie saugt es nicht auf. Sie trocknet die Scheidenschleimhaut also nicht aus und greift nicht in ihr natürliches Milieu ein - deshalb greifen oft Frauen zu ihr, die nach Tampons ein unangenehmes Gefühl haben.

Richtig eingesetzt entfaltet sich die Tasse und legt sich an die Scheidenwände an, wodurch ein sanfter Unterdruck entsteht. Er sorgt für die Dichtigkeit. Eine richtig platzierte Tasse ist nicht spürbar, verrutscht nicht und läuft nicht aus.

Die Menstruationstassen von Masmi bestehen aus medizinischem TPE (Medical Grade TPE) - einem weichen, glatten und hautfreundlichen Material, frei von Silikon, Latex, BPA und Phthalaten. Sie sind hypoallergen, klinisch getestet und VEGAN-zertifiziert. Bei richtiger Anwendung hält eine Tasse bis zu 10 Jahre.

Welche Größe der Menstruationstasse solltest du wählen?

Die Größe wählst du vor allem nach Alter, Stärke der Blutung und danach, ob du schon auf natürlichem Wege entbunden hast. Die Tassen von Masmi gibt es in drei Varianten:

Größe Fassungsvermögen Durchmesser Für wen
S 17 ml 40 mm Frauen unter 18 Jahren, die keinen regelmäßigen Geschlechtsverkehr haben
M 25 ml 43 mm Frauen unter 25 Jahren, die nicht auf natürlichem Wege entbunden haben
L 30 ml 46 mm Frauen über 25 Jahre oder nach einer natürlichen Geburt

Zum Größenvergleich: 30 ml entsprechen etwa 6 Tampons in der Größe Regular. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, ist das Kriterium der natürlichen Geburt meist wichtiger als das Alter allein.

Wie setzt du eine Menstruationstasse ein?

Das erste Mal übst du am besten in Ruhe und ohne Eile - idealerweise unter der Dusche oder an einem Tag, an dem du nirgends hin musst. Die Reihenfolge ist immer dieselbe:

  1. Wasche dir gründlich die Hände. Dieser Schritt lässt sich nicht überspringen.
  2. Falte die Tasse. Für sich genommen ist sie zu breit, um sie ganz einzuführen - du musst ihren Durchmesser verringern. Die zwei häufigsten Techniken beschreiben wir unten.
  3. Nimm eine bequeme Haltung ein. In die Hocke gehen, einen Fuß auf den Wannenrand stellen oder auf der Toilette sitzen - es geht darum, die Beckenbodenmuskulatur zu entspannen. Angespannte Muskeln sind der häufigste Grund, warum der erste Versuch misslingt.
  4. Führe die gefaltete Tasse ein, halte sie dabei fest gefaltet und richte sie leicht nach unten und hinten - in Richtung Steißbein, nicht gerade nach oben.
  5. Lass sie sich entfalten. Lass die Tasse erst los, wenn sie drinnen ist. Oft hörst oder fühlst du ein leises „Klick“.
  6. Prüfe die Dichtigkeit. Fahre mit dem Finger rund um den Boden der Tasse - er sollte rund sein, ohne Einbeulungen. Du kannst die Tasse auch sanft um eine Vierteldrehung drehen.

Zwei Falttechniken

  • C-Falte - du drückst die Tasse flach und knickst sie dann in der Mitte, sodass sie von oben an ein C erinnert. Die Technik ist am leichtesten zu behalten, ergibt aber eine relativ breite Einführkante.
  • Punch-Down-Falte - du drückst eine Wand der Tasse mit dem Finger nach innen in Richtung Boden und formst so eine schmale Spitze. Die Einführkante ist deutlich kleiner, deshalb finden viele Frauen diese Technik bei den ersten Versuchen angenehmer.

Wenn das Einführen schwerfällt, verwende keine Gleitmittel auf Ölbasis - sie können das Material beschädigen. Die ausführliche Herstelleranleitung samt Warnhinweisen findest du in der Infobroschüre, die jeder Packung beiliegt.

Wie tief setzt du die Menstruationstasse ein?

Die Tasse sitzt tiefer als ein Tampon - im unteren Teil der Scheide, knapp unter dem Gebärmutterhals. Das ist eine häufige Quelle von Missverständnissen: wer Tampons gewohnt ist, setzt sie instinktiv zu hoch ein.

Eine richtig platzierte Tasse solltest du nicht spüren. Wenn du Druck fühlst oder die Tasse drückt, sitzt sie wahrscheinlich zu tief - dann schiebst du sie einfach ein wenig weiter hinein. Lässt sie sich danach dagegen schwer erreichen, setze sie beim nächsten Mal etwas tiefer ein. Die Lage des Gebärmutterhalses verändert sich im Zyklus, deshalb kann die optimale Tiefe an den einzelnen Tagen der Menstruation unterschiedlich sein.

Wie nimmst du die Menstruationstasse heraus, auch eine volle?

Das Herausnehmen macht die meisten Sorgen, läuft in der Praxis aber auf eine Regel hinaus: zuerst den Unterdruck lösen, erst dann herausziehen. Nur am Stiel zu ziehen, ohne den Unterdruck zu lösen, ist unangenehm und unnötig.

  1. Wasche die Hände und nimm dieselbe entspannte Haltung ein wie beim Einsetzen.
  2. Drücke sanft mit der Beckenbodenmuskulatur - die Tasse rutscht so weit nach unten, dass du ihren Boden erreichst.
  3. Greife den Boden der Tasse (nicht den Stiel) und drücke ihn mit zwei Fingern zusammen. Das löst den Unterdruck.
  4. Zieh die Tasse langsam heraus und kippe sie dabei leicht zur Seite, damit der Inhalt nicht ausläuft.
  5. Entleere den Inhalt in die Toilette, spüle die Tasse aus und setze sie wieder ein.

Bei einer vollen Tasse gilt genau dasselbe Vorgehen - halte sie nur waagerecht und lass dir Zeit. Die Tasse solltest du mindestens alle 12 Stunden entleeren. Wenn du gerade anfängst, prüfe den Füllstand am Anfang etwa so oft, wie du bisher Tampons oder Binden gewechselt hast - nach einem oder zwei Zyklen kennst du deinen Rhythmus.

Wie reinigst und sterilisierst du die Menstruationstasse?

  • Nach jedem Entleeren - mit klarem Wasser ausspülen oder mit einer pH-neutralen Seife waschen.
  • Einmal im Monat - die Tasse für einige Minuten in kochendes Wasser legen.
  • Was du vermeiden solltest - aggressive Reinigungs- und Desinfektionsmittel, darunter Teebaumöl und Aleppo-Seife.
  • Aufbewahrung - immer mit Luftzufuhr, nie in einer Plastiktüte oder einem luftdichten Behälter. Jeder Tasse liegt ein Schutzbeutel aus Baumwolle bei.
  • Auf Reisen - zum Reinigen ausschließlich Trinkwasser verwenden.

Vor- und Nachteile der Menstruationstasse

Die ehrliche Antwort lautet: die Tasse ist eine sehr gute Lösung, aber nicht für jede und nicht vom ersten Tag an.

Was dafür spricht: bis zu 12 Stunden Schutz ohne Wechsel, kein Austrocknen der Schleimhaut, eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahren, keine monatlichen Einkäufe und kein Abfall, Verwendung in der Nacht, beim Sport und beim Schwimmen. Die Tasse ist außerdem bei Verwendung einer Spirale und einer Portiokappe sicher.

Was dagegen spricht: sie will gelernt sein - die ersten zwei, drei Zyklen sind manchmal eine Geduldsübung. Das Entleeren außer Haus braucht ein Waschbecken oder eine Flasche mit Trinkwasser. Und du musst an das monatliche Auskochen denken. Für manche Frauen bleibt die Hürde „ich muss die Finger benutzen“ real, und das ist in Ordnung - dann passen äußere Lösungen besser.

Die Menstruationstasse im Vergleich zu anderen Produkten

Die Tasse muss keine Entweder-oder-Entscheidung sein. Viele Frauen kombinieren - die Tasse am Tag, etwas anderes in der Nacht oder an den letzten, schwächeren Tagen des Zyklus.

  • Tasse und Tampon - der Tampon saugt auf, die Tasse sammelt. Einen Tampon wechselst du alle 3-4 Stunden, die Tasse entleerst du bis zu 12 Stunden später. Tampons aus Bio-Baumwolle bleiben für kurze Wege und unterwegs praktischer.
  • Tasse und Periodenunterwäsche - Periodenunterwäsche wirkt von außen und braucht überhaupt kein Einsetzen, ihre Saugfähigkeit reicht von 74 ml bis 160 ml. Das ist die naheliegende Wahl für die Nacht und für Frauen, die keine vaginalen Lösungen verwenden wollen.
  • Tasse und Binden oder Slipeinlagen - Binden und Slipeinlagen sind in den ersten Zyklen mit der Tasse manchmal als Absicherung praktisch, solange du noch übst.

Sicherheit und Gegenanzeigen

Verwende die Tasse ausschließlich nach der Anleitung des Herstellers und nur während der Menstruation. Vor dem Geschlechtsverkehr musst du sie immer herausnehmen - die Tasse ist kein Verhütungsmittel und schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Sie ist ein Produkt der persönlichen Hygiene, gib sie deshalb an niemanden weiter. Eine beschädigte Tasse musst du durch eine neue ersetzen, und das Ganze bewahrst du außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Treten Brennen, Reizungen, Entzündungen im Genitalbereich, Beschwerden beim Wasserlassen oder andere Beschwerden auf, die dir nicht normal erscheinen, nimm die Tasse sofort heraus und wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt.

Wo du die Menstruationstasse von Masmi kaufst

In unserem Shop gibt es zwei Varianten desselben Produkts: die Menstruationstasse von Masmi und die Menstruationstasse von Silver Care. Sie unterscheiden sich ausschließlich in der Außenverpackung - Material, Größen und Eigenschaften sind identisch. Beide gibt es in den Größen S, M und L, und im Set findest du eine Infobroschüre und einen Schutzbeutel aus Baumwolle.

Wenn du sehen möchtest, wie andere Frauen mit den Produkten von Masmi zurechtkommen, sieh auf der Bewertungsseite vorbei.

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